By club_forum | Januar 29, 2010 - 7:25 - Posted in Allgemein

By club_forum | Dezember 31, 2009 - 5:45 - Posted in Allgemein

Das waren die voraussichtlich letzten “Offenen Tage” im Club Forum im altehrwürdigen Gebäude im Paul-Gerhardt-Weg 8. Vielen Dank an alle die mit uns gefeiert haben und diese Party erst zu dem gemacht haben, was sie war!

Der Club Forum wünscht allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2010!

By club_forum | Dezember 12, 2009 - 3:31 - Posted in Allgemein

Offene Tage 2009Offene Tage 2009

By club_forum | September 15, 2009 - 9:59 - Posted in Allgemein

Club Forum / Stadtjugendring BB

By club_forum | Juni 30, 2009 - 5:15 - Posted in Allgemein

Club Forum Open Air

Einlass 18 Uhr Beginn 19 Uhr - Eintritt: 1 Tag 4 €; 2 Tage 6€

Am 17.7. und 18.7. findet unser diesjähriges und wie es aussieht wohl LETZTES Open Air im Garten des Hauses der Jugend im Paul-Gerhardt-Weg 8 statt. Mit dabei sind am Reggae Abend (Freitag) die Zion Rockers aus Böblingen, Dopewalka aus Rosenheim, Danny Ranks aus Österreich und Uwe Kaa aus München. Den Rockabend am Samstag beginnen die Bandcontest Gewinner The Smiling Kisses aus Böblingen, gefolgt von den Gipsy Punk Spezialisten Rasga Rasga aus Nürtingen, den Rock Veteranen Supermug aus Böblingen und den SkaPunk Giganten Ezzo aus Beverly Holz.

So findet ihr den Club Forum:

Wegbeschreibung

By club_forum | Februar 24, 2009 - 4:46 - Posted in Allgemein

Dialog statt Konfrontation - aber der Kampf geht weiter

Pressemitteilung des Club Forum zur Situation um das Haus der Jugend in Böblingen

Am vergangenen Freitag, dem 20. Februar 2009, fand das vorerst letzte Gespräch der „AG Club Forum” bei Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang statt. Der Club Forum wurde durch Sven Reisch, Julian Richter und Florian Wahl bei den Gesprächen vertreten.

Das hierbei erzielte Ergebnis - eine mögliche Nutzung der Ratsstube am Marktplatz durch die evangelische Jugendarbeit des Club Forum - steht in der Kontinuität der konstruktiven, gesprächs- und kompromissbereiten Haltung des Club Forum in der Diskussion um das Haus der Jugend, ohne die eigene Position aufzugeben. Florian Wahl: „Das Haus der Jugend ist nach wie vor nicht von der Stadt für die U3-Kinderbetreuung gekauft. Wir kämpfen weiter um den Erhalt des Hauses und der Gemeinderat bleibt hier in der Verantwortung.”

Auch wenn die Ratsstube die einzige gangbare Alternative ist, die Weiterexistenz der Jugendarbeit des Club Forum zu sichern, so würde die Schließung des Hauses der Jugend einen tiefen Einschnitt in das jugendkulturelle Leben der Stadt bedeuten. Sven Reisch: „Wir sind nach wie vor von unserem Zukunftskonzept überzeugt. Ein Haus der Jugend mit Entfaltungsmöglichkeiten für Jugendliche und Proberäumen für Böblinger Künstler ist richtig und wichtig für die Stadt.” Und Julian Richter: „Wir haben in dieser Sache auch eine jugendpolitische Verantwortung übernommen, der wir weiterhin nachkommen werden.”

Neben der prekären Proberaumsituation für Böblinger Bands, die sich während der Kampagne des Club Forum zahlreich gemeldet haben, blieben bei einem Verlust des Hauses der Jugend viele weitere Fragen offen. Ein Ort für das jährliche Open Air-Festival müsste gefunden werden, die Durchführung der Offenen Tage gesichert werden. „Wir haben es in einem gemeinsamen Dialog geschafft, einen Rettungsanker für den Notfall zu setzen. Aber viele weitere Gespräche wären notwendig, um die „Lösung Ratsstube” konkret zu machen”, so Florian Wahl zum weiteren Vorgehen nach einer möglichen Schließung des Hauses der Jugend.

Gleichwohl sind die Vertreter des Club Forum angetan von der positiven und freundlichen Atmosphäre, die während der Gespräche geherrscht hat. Sven Reisch: „Wir nehmen die Alternativangebote als Zeichen der Wertschätzung von Kirche und Stadt für das Wirken des Club Forum wahr.” Julian Richter: „Natürlich war uns der engagierte und immer konstruktive Protest der Böblinger Jugend eine riesige Stütze, für die wir unendlich dankbar sind. Und auch ist klar, dass es ohne das klare Bekenntnis des Oberbürgermeisters zur Jugendarbeit des Club Forum eine solche Alternative nicht hätte geben können.”

Die seit einiger Zeit leer stehende Böblinger Ratsstube ist deshalb eine denkbare Alternative, weil dem Club Forum dort ein eigenständiges Domizil geboten würde, nach einer Anpassung einige Veranstaltungen aus dem Angebot des Club Forum möglich wären, und sich durch die räumliche Nähe zum Stadtjugendring die gute Zusammenarbeit ausbauen ließe. „Als Teil der Evangelischen Kirche ist die Laufnähe zur Festen Burg und damit die Anbindung an die Jugendreferenten ein wichtiger Faktor”, so Florian Wahl, „und wenn Jugend und Ehrenamt in das Herz der Stadt rücken, ist das positiv für das Stadtleben.” Julian Richter ergänzt: „Damit hätte die Innenstadt eine nicht-kommerzielle Alternative für die jugendlichen Nachtschwärmer, die von jungen Ehrenamtlichen betreut würde.”

Das Casa Nostra kam für den Club Forum als Alternative nicht in Betracht, weil dies zu einer gegenseitigen Verdrängung und damit Verkleinerung des Angebotes für die Jugend führen würde. Sven Reisch: „Wir stehen nicht für den Plan zur Verfügung, aus zwei Angeboten für die Jugend der Stadt eines zu machen.” Florian Wahl: „Jugendangebote dürfen nicht gegeneinander aufgewogen werden. Der Club Forum wird anderen Jugendgruppen, Vereinen und Ehrenamtlichen definitiv keine Räume wegnehmen.”

Die „Lösung Ratsstüble” wäre die einzige alternative Möglichkeit, ehrenamtlich und in Eigenregie durch Jugendliche organisierte Freizeitangebote des Club Forum zu erhalten. Einen Mehrwert für Jugend und Kultur in Böblingen würde jedoch nur der Erhalt des Hauses der Jugend als ein jugendkultureller Schmelztiegel von Veranstaltern, Vereinen und Kulturschaffenden liefern. Deshalb bestätigen die drei Vertreter des Club Forum dessen einhellige Meinung: „Wir kämpfen bis zum Ende um das Haus der Jugend und sind uns der Unterstützung der Böblinger Jugend und zahlreicher Böblinger Bürgerinnen und Bürger gewiss.”

By club_forum | Dezember 25, 2008 - 8:27 - Posted in Stimmen/Leserbriefe für das Forum

Gemeinsam mit knapp 100 anderen Jugendlichen habe ich die Sitzung des Gemeinderates verfolgt, in der über den Verkauf des Hauses der Jugend beraten wurde. Die Entscheidung und die Art und Weise wie diese zustande kam hat mich maßlos enttäuscht. Nach vielen aktiven Jahren bei der SVB, als Jugendvertreterin der Stadtkapelle Böblingen und nach über sechs Jahren ehrenamtlicher Jugendarbeit im evangelischen Jugendwerk (als Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Jugend und im Club Forum), war es für mich wie ein Schlag ins Gesicht.

Hilflos musste ich von der Empore des Sitzungssaales dabei zusehen, wie das langjährige Engagement, das wir geleistet haben, in ein paar Minuten zunichte gemacht wurde. Daran ändern alle noch so schön klingenden Phrasen der Politiker überhaupt nichts. Wenn die Vertreter von CDU und Freien Wählern durch ein einfaches Heben ihrer Hand den Ausverkauf der Institution beschließen, die sie eben noch als großartig, unentbehrlich und erhaltenswert in den höchsten Tönen lobten, verlieren ihre geschwungenen Reden für mich jede Glaubwürdigkeit.

Nachdem Kirche und Stadt so destruktiv in unsere Arbeit eingegriffen haben, tue ich mich im Moment wirklich schwer, mich von diesem Niederschlag aufzuraffen und mein Engagement fortzusetzen. Als Ehrenamtliche freue ich mich natürlich über eine Würdigung der Arbeit, die ich in meiner Freizeit und ohne Entlohnung leiste. Aber was ich nicht brauche, sind leere Phrasen und aufmunternde Schulterklopfer.

Manche der Bürgervertreter meinen, die Entscheidung zum Verkauf könne auch ein Lehrstück für uns Jugendliche sein, man „bekommt ja nicht immer was man will“. Aber muss man denn den Ehrenamtlichen das Umfeld wegnehmen, in dem sie ihre Freizeit für einen guten Zweck opfern?

Pia Radtke, Böblingen

By club_forum | Dezember 16, 2008 - 6:55 - Posted in Kreiszeitung, Presse

Zukunft des Club Forum ist ungewiss

Böblingen - Am Ende hat aller Protest nichts geholfen. Obwohl sich rund 70 Unterstützer gestern vor und im Rathaus mit dem Club Forum solidarisch zeigten, muss die Jugendeinrichtung ihr Domizil im Paul-Gerhardt-Weg wahrscheinlich spätestens in 18 Monaten räumen. Der Gemeinderat beschloss eine Kaufabsicht für das Gebäude, um es für Kinderbetreuung zu nutzen.

VON MICHAEL STÜRM

Sprechchöre und “Forum, Forum”-Rufe auf dem Marktplatz boten das Vorspiel zur gestrigen Gemeinderatssitzung. Ein Auftakt, der den meisten Bürgervertretern, die sich von der Tiefgarage dem Ratssaal unterirdisch näherten, verborgen blieb. Nicht verborgen bleiben sollte hingegen OB Alexander Vogelgsang, wie viele Menschen sich einen Fortbestand des Club Forum (CF) an seinem angestammten Ort wünschen: 2023 Unterschriften überreichte Forumler Sven Reisch dem Stadtoberhaupt - inklusive einem T-Shirt, auf dem sich die Zahl aufgepinselt befand.

Dass er schon einfachere Themen zu debattieren hatte, gestand Vogelgsang, als er dann den Tagesordnungspunkt aufrief und viele Augen der Gemeinderäte nochmals die volle Zuhörertribüne ins Visier nahmen. Der OB sprach von berechtigten Anliegen aller Seiten und seinem Ziel, alle diese Bedürfnisse “unter einen Hut” zu bekommen, bezeichnete das Konzept, das der CF zu seiner Rettung ausgearbeitet hatte, als “leider keinen Ausweg”, lobte den “großen Beitrag” der kirchlichen Jugendkulturarbeiter für Böblingen, akzeptierte den Verkaufsdruck der Kirche und garantierte, dass er sich “als Person” in Lösungsgespräche einbringen wolle. Allerdings gab’s aus dem OB-Mund auch eine klare Ansage an den Gemeinderat. “Die Verwaltung braucht eine Segelanweisung”, betonte er. Die beinhalte für ihn das, was er zur Abstimmung vorschlug: Kauf des Gebäudes bis zum 30. Juni 2010 und eine damit verknüpfte Nutzung als Ort der Kinderbetreuung.

“Kein Symbol des Jugendprotestes schaffen”

Rund 90 Minuten und vier abgestimmte Anträge später war der OB dann auch am Ziel angekommen. Nach leidenschaftlicher Debatte, die vom Dilemma widerstrebender Interessen geprägt war, sicherten nahezu geschlossene Reihen in der CDU und bei den Freien Wählern der Verwaltungsposition eine deutliche Mehrheit.

Hier eine Gesamtkirchengemeinde, die dringend Geld und Planungssicherheit für die Sanierung ihres Gemeindehauses benötigt, dort eine Institution, die seit 30 Jahren einen bunten, aktiven und kreativen Tupfer in der Böblinger Jugendszene bietet: Die Zerrissenheit war sämtlichen Fraktionschefs anzumerken, als sie sich zur Sache äußerten. Hubert Kless (CDU) war dann jedoch die Notsituation der Kirche näher als der Fortbestand eines Hauses, das nur “20 bis 40 Tage im Jahr” genutzt sei. Genau wie er appellierte auch sein Freie-Wähler-Kollege Rainer Kuppinger an alle Beteiligten, sich zu bewegen und nach einer Lösung zu suchen, wenn das Haus im Sinne seiner Fraktion in Zukunft für Kinderbetreuung genutzt werde. Kuppingers größte Sorge: “Wir dürfen aus dem Club Forum kein Symbol für Jugendprotest machen, sonst gibt es nur Verlierer”.

Keine “Patentlösung” konnte SPD-Chef Herbert Protze liefern. Aber eines war für ihn klar: “Einen Kauf, ohne dass der Verbleib des CF geklärt ist, gibt es für uns nicht”, erklärte er unter lautem Beifall von den Zuschauerrängen. Für ihn habe diese Einrichtung in Böblingen die Kirche erst sympathisch gemacht, gestand er, der heutige Tag beweise auch, dass der Club Forum mehr als die fünf Leute seien, wie immer vorgegaukelt werde.

Erst eine Lösung, die den Fortbestand des CF sichert, dann erst eine Nutzung beschließen, lautete auch die Haltung der Grünen. Fraktionschef Ulrich Schwarz machte sich ähnlich wie Helmut Kurtz (FDP) für einen Runden Tisch, der Verwaltung, Kirche und Club Forum zusammenbringt, stark, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Die Stadt habe eine “verdammte Pflicht und Schuldigkeit”, diese Form der Jugendarbeit zu sichern, machte Kurtz klar. “Kauf ohne Vorbedingungen” lautete deshalb seine Forderung. Ein Antrag, der ebensowenig eine Mehrheit fand, wie die Versuche von SPD und Grünen, eine Vertagung zu erreichen, oder der Vorschlag, das Gebäude zu kaufen und vorerst eine Nutzung für Kinderbetreuung oder die Jugendarbeit vorzusehen.

Die beschlossene Kaufabsicht bis Mitte 2010 liefert nun alle Beteiligten dem Druck der Ungewissheit aus: Die Kirche weiß nicht, ob letztendlich Geld fließt und der CF ist nicht sicher, ob er seinen Stützpunkt endgültig räumen muss. Das Zepter haben somit Oberbürgermeister und Gemeinderat weiterhin in der Hand. Je nach Ergebnis der Verhandlungen und Verhalten der Beteiligten kann die Kaufoption verwirklicht werden oder nicht. “Wir werden uns einbringen”, versprach Alexander Vogelgsang nach der Abstimmung.

Gratuliere Böblingen – es ist vollbracht. 30 Jahre Jugendarbeit. Verramscht, verschachert, begraben.
Die Vergangenheit und Zukunft von vielen Jugendlichen wurde platt gemacht. Was 80 000 Jugendliche, 4000 Partys, 2500 Konzerte, 800 ehrenamtliche Helfer (1600 Eltern), 500 Musikbands, 400 Podiumsdiskussionsgästen, 100 Sparbeschlüsse, 80 Ausstellungen, 30 Open Airs und 23 Offene Tage, acht Jugendreferenten, zwei Nachbarn und eine selbstdurchgeführte Renovierung nicht geschafft haben, ist 14 CDU-Gemeinderäten, 10 Freien Wählern und Dekan Bernd Liebendörfer gelungen: die ehrenamtliche Jugendarbeit des Club Forum im Haus der Jugend zu zerstören. Gratulation dafür.
Was das für junge Menschen in Böblingen bedeutet, wird sich wohl erst die nächsten Jahre zeigen. Alleine die geleisteten Stunden an ehrenamtlicher Arbeit, die seit dem Bestehen des Haus der Jugend geleistet wurden, übersteigt den Kaufpreis bei weitem. Und das selbst, wenn wir den Stundenlohn eines Gefängnisinsassen nehmen (der bei circa 1,70 Euro liegt). Obwohl evangelische Kirche und Stadt 30 Jahre lang von der offenen Jugendarbeit des Club Forums profitiert haben, gibt es anstatt eines Danks eine schallende Ohrfeige.
Die Quittung für die Entscheidung werden hoffentlich alle Beteiligten in einigen Jahren spüren: CDU und Freie Wähler durch weniger Wähler, denn beide haben klar gezeigt, dass sie nicht für eine Politik stehen, in der eine sinnvolle Freizeitgestaltung von jungen Menschen im Mittelpunkt steht. Und Dekan Liebendörfer wird merken, dass seine Feste Burg irgendwann nur noch eine „Alte“ Burg sein wird. Denn wie soll eine Kirche überleben, wenn es keinen Nachwuchs gibt. Und wie will er sein Prestigeobjekt „Alte“ Burg finanzieren, wenn seine Kirche leer ist und keiner mehr Kirchensteuer zahlt? Mit meinem Austritt können Sie fest rechnen – das Geld spende ich in Zukunft lieber direkt an Organisationen, die in meinen Augen mehr für junge Menschen tun als Dekan Liebendörfer.
Und auch die Stadt wird irgendwann merken, wie wichtig aktive Jugendarbeit ist. Nämlich dann, wenn viele dreijährige KiTa-Besucher älter sind und es keinen Ort mehr in Böblingen gibt, an dem sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten und verbringen können.
Dann wird man wieder nach schnellen Entscheidungen suchen. Und erst dann wird man feststellen, dass man 30 Jahre offene Jugendarbeit zwar schnell kaputt machen kann, sie aufzubauen, aber wieder mindestens 30 Jahre dauern wird.
Gratuliere Böblingen – der Letzte macht das Licht aus.

Benjamin Koblowsky,
Stuttgart

Sehr verehrte Herren Schlipsträger, erinnern wir uns zurück an das Jahr 2003. Böblingen feierte 750-jähriges Jubiläum mit dem Highlight des Open-Air-Konzertes auf dem Marktplatz. Die Masse feierte. Und sicherlich freuten sich auch Sie über die Anzahl von Leuten, die Geld in Böblingens Kassen spülten – schließlich alles potenzielle Steuerzahler, die gerne hier leben.
Mittlerweile sieht das alles leider anders aus. Böblingens Jugendkultur stirbt. Der angedachte Abriss des Hauses der Jugend und der Rausschmiss des Club Forums, welcher über 30 Jahre lang hervorragende Arbeit im Jugendbereich geleistet hat, ist schlichtweg eine Katastrophe. All das will man jetzt aufgeben. In Zeiten wie diesen, in denen man in den Medien von „Flatrate saufen“, gewaltbereiten Jugendlichen und der „Null-Bock Generation“ lesen und hören muss, wird also in Böblingen ehrliche, effiziente und hervorragende Jugendarbeit einfach so aufgegeben. Jugendarbeit, welche durch Events geprägt ist, wie sie hier in der Umgebung wohl einmalig sind, und einmalig bleiben werden.
Stellt sich die Frage nach der Zielsetzung der Stadt Böblingen. Wollen wir wirklich in naher Zukunft eine Stadt, die nicht mehr als jugendfreundlich gilt, weil schlichtweg die Einrichtungen fehlen, in denen Jugendliche sich aufhalten können? Wo sich Rentner abends nicht mehr auf die Straße trauen, weil Jugendliche, die keine Anlaufstelle haben, auf der Straße herumlungern? Ich selbst bin über eine Abiparty des Club Forum zum evangelischen Jugendwerk, zum Waldheim Tannenberg und zum Arbeitskreis Jugend gekommen, und ich kann mit Sicherheit sagen, gäbe es diesen Platz nicht, wäre ich dazu nie gekommen. Es ist ein trauriger Gedanke, dass ich meine Kinder später nicht nachts um eins vom Forum nach einer Party abholen muss – eben allein aus dem Grund, weil es kein Forum mehr gibt. Möglicherweise werden unsere Kinder nach Stuttgart ausweichen müssen.
Der Club Forum hat ein wirklich tragbares Konzept für beide Seiten entworfen. Allein das zeigt doch, dass die Forumler an ihrem Haus der Jugend hängen, leider scheinen Sie zu blauäugig sein, um zu sehen, wie viel Kraft und wie viel Engagement dahinter steckt. Hauptsache, der Bürger zahlt brav seine Steuergelder. Über die Zukunft der Stadt, und die Zukunft der Jugendlichen macht sich keiner Gedanken. Da baut man lieber für etliche Hunderttausende einen neuen Kindergarten, wir haben ja sonst keine. Armes Böblingen!
Meine Herren Schlipsträger, kann das wirklich Ihr ernst sein?

Dominik Rothfuss,
Leitungsteam Waldheim Tannenberg